Kirchheim Teck/Mittersendling. Stammapostel Jean-Luc Schneider hielt am Sonntag dem 15.3. 2026 einen Gottesdienst in Kirchheim Teck, der nach ganz Süddeutschland übertragen wurde. Grundlage für diesen Gottesdienst mitten in der Passionszeit war ein Bibelwort aus Johannes 12, 27-28.
„Jetzt ist meine Seele voll Unruhe. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.“
Die Leidensankündigung gehört nicht zu den freudigsten Botschaften in der Bibel und auch Jesu – als wahrer Mensch – musste Unruhe und Erschütterung erleben. Jedoch war er sich seines Auftrages voll bewusst. Er selbst sprach davon, dass er sein Leben geben werde, nicht dass es ihm genommen würde. Im Wissen um diesen Auftrag wendet er sich an Gott und bittet darum, dass Gott erfahrbar werde, sein Name also verherrlicht werde.
Auch wir durchleben Zeiten voll Unruhe, Sorgen und mancher Erschütterung. Dazu riet Stammapostel Schneider: „Wir können uns nicht mit Jesu vergleichen, aber wir können uns an ihm orientieren.“
Wende dich an Gott, so wie Jesu es tat, und sage ihm deine Bedrängnis im Gebet. Was wir erleben müssen, erleben viele andere Menschen ebenso. Die Frage nach dem Warum, beantwortet Gott nicht. Aber genau wie Jesu hast du als Christ einen Auftrag.
Lass Gott für andere erfahrbar werden, und bleibe treu. Das zeigt anderen, Gott ist größer als mein persönliches Leid. Lass andere fühlen, dass Gott größer ist als alle Unterschiede und pflege Einigkeit und Einssein in der Gemeinde und mit dem Nächsten. Bewahre dir die Freiheit, dem Nächsten Gutes zu tun, auch wenn es dir gerade nicht gut geht. So wird Gott zum Wohltäter, denn seine Liebe tut Gutes durch Menschen.
All dies hilft auch uns in Herausforderungen, denn der persönliche Fokus verschiebt sich weg von Nöten und Sorgen hin zu unserem christlichen Auftrag.
Apostel Lazarev unterstrich diese Gedanken in seinem Predigtbeitrag. Er empfahl, das Verb „sollen“ durch „wollen“ zu ersetzen, wodurch sich unsere Beziehung zu Gott radikal ändert. So können wir Gott zuhören, ohne Erklärungen auf all unserer Fragen zu erwarten, Mitmenschen lieben, ohne sie anzuklagen, und Gott in Ruhe und Gelassenheit erlebbar machen für unseren Nächsten.
Text & Bilder: C. Heinz
